Wenn Lob und Anerkennung ausbleiben!

Die Geschichte von Hugo Fröhlich Teil 1

Hugo Fröhlich ist ein fleißiger und ehrgeiziger junger Mann. Er ist 27 Jahre jung und wohnt zusammen mit seiner Freundin und 2 Katzen in einer 3 Zimmerwohnung zu Miete. Die Pläne für Familie und Eigenheim stecken noch in den Kinderschuhen. Hugo arbeitet schon seit mehreren Jahren in einer Firma die Werbung und Internetauftritte von Firmen designt und gestaltet. Als Web-Designer schätzt er das Arbeiten an Projekten. Jedes Projekt bringt wieder neue Herausforderungen mit sich und wird subjektiv von den Kunden beurteilt. Daher arbeitet er mit viel Liebe zum Detail und behält dabei den Blick für das große Ganze! Das wissen seine Kunden auch zu schätzen.

Das Bürogebäude liegt mitten in der Stadt. Es ist ein schönes Gebäude. Eine große Glasfront präsentiert von außen schon den schicken Empfangsbereich. Die Büros sind groß und üppig eingerichtet. Hugo sitzt von montags bis freitags von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr in einem solchen Büro. Er kommt in der Regel etwas früher zu Arbeit und bleibt oft etwas länger, je nach dem was er am Tag schafft und wie zufrieden er mit seiner Arbeit ist. Trotz der guten Leistungen die Hugo erbringt, bekommt er weder Lob noch Anerkennung vom Chef oder der Führungsebene des Unternehmens.

Was würde Hugo Fröhlich als Chef anders machen?

Hugo fängt dadurch an sich Gedanken zu machen, was er als Chef anders machen würde. Anfangs überlegt er sich, dass er sich Zeit für seine Mitarbeiter nehmen würde und Lob und Anerkennung für erbrachte Leistung aussprechen würde. Er würde regelmäßige und fest terminierte Mitarbeitergespräche führen um die Bedürfnisse und Anliegen der Mitarbeiter zu erfahren und motivierende Lösungen dafür zu finden. Er würde halt das machen, was er sich von seinem Chef jetzt wünschen würde. Je mehr er darüber nachdenkt und seinen Chef mit seiner Vorstellung von sich selbst als Chef vergleicht, desto mehr und umfangreichere Gedanken kommen Ihm.

Ist Hugo Fröhlich der richtige für die Selbstständigkeit?

Hugo überlegt sich selbst Chef zu sein. Er stellt sich vor selbst zu entscheiden mit wem er zusammenarbeitet und welche Projekte er annimmt. Sowieso könnte er jede betriebliche Entscheidung selber treffen. Ein eigenes Logo entwickeln, einen Slogan entwerfen. Hugo würde so unabhängig von anderen arbeiten können und würde auch an Vertrauen an die eigene Leistungsfähigkeit gewinnen. Hugo müsste vorausschauend Handeln um mögliche Risiken zu vermeiden und Chancen zu nutzen. Auch müsste Hugo nicht mehr von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr arbeiten. Er könnte sich die Arbeit selbst einteilen und strukturiert arbeiten wie es Ihm an dem Tag gerade passt. Familie und Arbeit könnte man so sehr gut miteinander harmonieren lassen. So lange die Projekte und Aufträge rechtzeitig fertig werden. Natürlich müsste er dann auch mal sehr früh arbeiten oder spät abends.  Auch das Gehalt von einem Chef ist der Regel höher als von einem Angestellten. Und als Chef könnte er auch seinen Aktivitätsspielraum vergrößern. So würde er weitere Kompetenzen erlangen, da Er selbst am Marketing, Personalwesen und Rechnungswesen mitwirken kann.

So keimt in Hugo der Gedanke sich selbstständig zu machen. Und mit der Planung an die ersten Schritte kamen auch direkt neue Gedanken dazu… ABER:

Er startet mit nichts! Keine Aufträge, keine Projekte, keine Kunden. Und auf einmal auch -Kein sicheres Einkommen!-  Hugo wird bewusst, dass eine hohe psychische und physische Belastung auf Ihn liegen würde. Er macht sich bewusst, dass er Durchhaltevermögen braucht und eine gewisse Hartnäckigkeit an den Tag legen muss, um den einen oder anderen Interessenten zu überzeugen Kunde zu werden. Er müsste jetzt nicht nur das Projekt planen, gestalten und umsetzen, er muss auch andere überzeugen! Hugo wird gerade in der Gründungsphase eine oder mehrere extra Runden laufen müssen um ans Ziel zu kommen und Rückschläge verkraften. Viel Freizeit bleibt da nicht. Und vielleicht hat nicht jeder in seinem näheren Umfeld Verständnis dafür. Auch hat Hugo in der Regel keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, falls er scheitern sollte. Und wer speist jetzt den Bausparvertrag mit Vermögenswirksamenleistungen? Mit den Vor und Nachteilen möchte Hugo eine Liste erstellen, um genau abzuwägen was das Beste ist.

Jeder, der sich Selbstständig machen möchte, sollte eine Liste erstellen!

Die Selbstständigkeit bietet viele Möglichkeiten und ein hohes Zufriedenheitspotential. Den Wunsch nach mehr Kreativität, Unabhängigkeit und Flexibilität, so wie nach mehr Eigenverantwortung ist für die meisten der Grund für die Selbstständigkeit. Das in der Regel höhere Einkommen steht bei vielen nicht an erster Stelle und ist nicht der Hauptmotivator.

Die Chance ein selbst bestimmtes und unabhängiges Leben zu führen sind realistisch und für Hugo auch erstrebenswert. Hugo würde gerne dieses Leben führen. Der zeitliche Aufwand und kein gesichertes Einkommen in der Startphase lassen Ihn noch Zögern dieses Projekt anzufangen. Auch möchte er mit der Familie, mit Freunden und seine Freundin drüber reden. Die gemeinsame Zukunft ist Ihm wichtig und dieser Schritt sollte gemeinsam geplant werden.

Bei den Vorteilen, die eine Selbstständigkeit hat, sind gewisse Risiken trotzdem nicht ausgeschlossen. Als Existenzgründer trägt Hugo die gesamte Verantwortung für sich und den eigenen Unterhalt allein. Eine gute Planung und das Zusammentragen von Informationen, sowie der Rückhalt und die Unterstützung von Familie und Freunden minimieren die Risiken.