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Aus der Praxis: Wenn der Schuldner sich auskennt

Posted on Februar 23, 2018 by - Blog

 

Eine Augenarztpraxis hat uns mit dem Forderungseinzug gegen einen ihrer Patienten beauftragt. Berechnet wurden unter anderem mehrere Sehtests. Kurz nach Übersendung des ersten Mahnschreibens meldete sich auch schon der erboste Schuldner bei uns. Er ist scheinbar vom Fach und teilte uns mit, dass die Sehtests vollkommen überflüssig waren. Er habe ja bereits zu Beginn der Behandlung mitgeteilt, dass er auf dem betroffenen Auge nichts sehen könne. Daher weigerte er sich nun, diesen Teil der Rechnung zu zahlen und widersprach der Forderung. Doch an diesem Punkte sind wir als Inkassounternehmen noch lange nicht weg vom Fenster. Es beginnt eine mühselige Vermittlungsarbeit zwischen den beiden Fronten, die üblicherweise mehr oder weniger verhärtet sind – der Kunde möchte sein Geld, der Schuldner möchte nicht zahlen.

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Inkasso von Kleinforderungen

Posted on Juli 31, 2017 by - Blog

 
Viele Unternehmen verfügen über Kleinforderungen gegen inländische und ausländische Kunden. Diese sind der Kosten-Nutzen-Perspektive nach schwerlich zu realisieren. Dabei sind speziell niedrige Forderungshöhen in der Geschäftsbeziehung zwischen Lieferant und Kunde sehr häufig anzutreffen. Denken Sie nur an Zuzahlungen beim Arzt, Forderungen im Versandhandel, Bestellungen von Büchern oder die Rechnung der Logopädie.

Für den Gläubiger werden diese Forderungshöhen zum Teil unwirtschaftlich, je mehr der Mahnaufwand zunimmt. Oft versucht der Lieferant bis zu drei Mahnungen. Während die Gerichte in Deutschland eine pauschale Mahngebühr von € 5,00-7,00 in der Regel akzeptieren, dürften die tatsächlichen Kosten beim fünffachen der Mahngebühr liegen. Auch die Zinsen als Verzugsschaden werden die Zahlungswilligkeit nicht erhöhen und sorgen nicht für eine gerechte Kostenerstattung.

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