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Sind Sie eine Gründerpersönlichkeit?

Posted on November 5, 2018 by - Blog

Sind Sie eine Gründerpersönlichkeit?
Jedes fünfte Startup scheitert in den ersten 3 Jahren

 

Die Idee fühlt sich sehr gut an. Der eigene Chef zu sein. Endlich auch die Erfolge in das eigene   Portemonnaie wirtschaften. Das und viele andere Gründe sind oftmals die Triebfeder einer gewagten Selbstständigkeit. Nach dem Prinzip „no risk – no fun“ legen viele Unternehmer los.

Aber sind Sie wirklich eine Gründerpersönlichkeit, die das Unternehmertum leben kann? Wenn Sie selbst noch abwägen, ob Sie sich selbstständig machen wollen oder nicht, möchten wir Ihnen mit diesem etwas Stoff zum Nachdenken liefern.

  1. Warum möchten Sie sich persönlich in die Selbstständigkeit begeben?
    Probieren Sie doch mal etwas aus. Schreiben Sie doch einmal drei Gründe auf und hinterfragen jeden Grund mit mindestens 3x „Warum?“. Ziel ist es, für sich selbst die klaren Beweggründe für die Selbstständigkeit zu filtern. Oft liegen die wahren Beweggründe eher im diffusen Bereich.
    Häufig wird die „Arbeitslosigkeit“ als ein wesentlicher Faktor genannt. Überlegen Sie auch hier, ob Sie die Selbstständigkeit nur wollen, weil es sonst nichts gibt, oder ob es Ihr Herzenswunsch ist. Natürlich spricht nichts dagegen, aus der Jobsuche heraus in die Selbstständigkeit zu gehen.
  2. Was ist exakt die Motivation
    Ist es vielleicht doch der Chef, der mich dazu bewegt in die Selbstständigkeit zu gehen? Eine neue Geschäftsidee, eine Marktlücke? Eine Erfindung, etwas völlig Neues auf dem Markt? Habe ich ein Gründerteam und wir machen eine „Freunde-GmbH“ auf? Ist es vielleicht eine Chance, den Betrieb der Eltern oder Arbeitsgebers zu übernehmen? Habe ich eine bestimmte Befähigung? Bin ich also ein Experte oder Meister auf meinem Gebiet. Was ist mein Motiv? Der Ursprung meiner Idee? Vielleicht auch die Frage, was macht mich im Vergleich zu anderen Einzigartig.
  3. Was verbinden Sie mit Selbstständigkeit
    Die Antworten auf diese Fragen können Sie als Plus-Minus-Liste auch neben Ihre Warum-Antworten stellen. In vielen Studien geben Startups an, die Selbstständigkeit deutlich unterschätzt zu haben. Viele sprechen auch von Schattenseiten der Unternehmereigenschaften. So war vielen nicht klar, dass sie im Unternehmen von der Reinigung bis zum Marketing für alles verantwortlich sein müssen. Dabei tun sich viele Unternehmer vor allem mit der Akquise und einem Netzwerkaufbau sehr schwer. Viele gute Ideen werden nicht weitergetragen, weil es an einem Akquisekonzept fehlt. Also, wie gewinne ich neue Kunden? Auch wird unterschätzt, dass die Arbeitszeiten eher unregelmäßig und häufig deutlich länger sind als im Angestelltenverhältnis. Ein erheblicher Aspekt ist natürlich auch der Verzicht auf die Sozialsicherheit.
  4. Über welche Stärken verfügen Sie?
    In meinen Seminaren grübeln viele Teilnehmer bei dieser Frage. Das hat sicherlich verschiedene Ursachen. Es liegt wohl auch darin begründet, dass sich die Menschen mehr mit Ihren Fehlern und Schwächen beschäftigen. Ein Unternehmer sollte das im Blick haben. Wichtig sind aber seine Stärken. Denn er kann auf andere Ressourcen zurückgreifen, aber die Kernkompetenz seines Unternehmens sollte sich mit den Stärken decken. Zu den Stärken gehören zum Beispiel: Entscheidungsfreudigkeit, die Risikobereitschaft, Organisationstalent, der Umgang mit Misserfolgen, Flexibilität und dennoch die Zielstrebigkeit. Natürlich gehören zu den Stärken auch alle Elemente der Berufserfahrung, zum Beispiel die Marktkenntnis, Ausbildung, kaufmännische Kenntnisse in Einkauf, Betriebswirtschaft, Recht, Buchhaltung, Steuer und Arbeit.

FAZIT
Bevor Sie sich mit den genauen Plänen Ihrer Selbstständigkeit beschäftigen (wozu wir unbedingt raten), empfehlen wir Ihnen die Motive Ihrer Planung genau zu hinterfragen. Diskutieren Sie die
Frage der Gründerpersönlichkeit zunächst mit sich selbst. Hinterfragen Sie sich kritisch, aber wertschätzend und damit wohlwollend.