Mahnbescheid beantragen

Mahnbescheid beantragen

 

Einen Mahnbescheid zu beantragen ist – was das Formular angeht -, wirklich kinderleicht. Wer sich strikt an die Vorgaben im Formular hält, wird das Dokument auch ungeübt sehr schnell ausfüllen können.

Das vereinfachte, gerichtliche Mahnverfahren soll das Gerichtsverfahren beschleunigen, unnötige Kosten vermeiden und die Vollstreckung von Geldforderungen ohne Urteile möglich machen. Dabei ist es für den Gläubiger wohl nicht uninteressant zu wissen, dass die Verjährung der Forderung gehemmt wird, sobald der Mahnbescheid zugestellt wird.

Wo kann ich einen Mahnbescheid beantragen?

Mahnbescheide werden beim zuständigen Amtsgericht beantragt. In vielen Bundesländern wurden zentral zuständige Mahngerichte eingerichtet, die auch die Online-Antragsstellung möglich machen. Mit Beantragung des Mahnbescheids prüft das Gericht die inhaltliche Richtigkeit nicht. Die Schlüssigkeitsprüfung wird also nicht vorgenommen. Dafür aber eine formelle Prüfung. Das bedeutet, das Gericht – der Rechtspfleger – prüft, ob alle erforderlichen Felder richtig ausgefüllt werden. Ist das nicht der Fall, wird der Antrag „moniert“ (Monierung). Hieran wird schon klar, dass die Hemmung der Verjährung nicht eintritt.

Wer kann einen Mahnbescheid beantragen?

Grundsätzlich dürfen Gläubiger den Mahnbescheid beantragen. Ein Anwaltszwang besteht nicht. Seit dem 1.7.2008 dürfen auch Inkassounternehmen für ihre Kunden den Mahnbescheid beantragen. Viele Inkassobüros haben bereits Schnittstellen zu ihren Mahngerichten eingerichtet, damit das Verfahren zeitlich gestrafft werden kann.

Vermeiden Sie unbedingt diese Fehler beim Mahnbescheid beantragen

Alles, was gut ist, hat bekanntlich aber auch Schattenseiten. Speziell wenn ein Mahnbescheid beantragt werden soll, empfehlen wir diese Aspekte zu berücksichtigen:

  • Achten Sie auf die Bonität Ihres Schuldners! Der beste Mahnbescheidsantrag hilft nicht, wenn der Schuldner längst pleite ist. Informieren Sie sich über die finanzielle Situation Ihres Schuldners.
  • Einen Mahnbescheid dürfen Sie nur beantragen, wenn sich der Schuldner auch wirklich in Verzug befindet.
  • Häufig ist die Schuldnerbezeichnung im Mahnbescheid fehlerhaft. Im schlimmsten Fall beantragen Sie den Mahnbescheid gegen eine falsche Person (Firma). Stellen Sie also sicher, dass Sie die richtigen Stammdaten eintragen.
  • Auch wenn der Mahnbescheid schnell beantragt ist, bleibt auch zu überlegen, wie Sie fortfahren wollen, wenn Sie später einen Vollstreckungstitel vorliegen haben. Während der Antrag auf Mahnbescheid eher die leichte Übung ist, wird die Zwangsvollstreckung mit mehr Aufwand und Wissen verbunden sein.
  • Ihr Schuldner ist unbekannt verzogen? Dann ist die Klage im Wege der öffentlichen Zustellung möglicherweise der bessere Weg. Einen Mahnbescheid können Sie nur beantragen, wenn Sie eine aktuelle Adresse vorliegen haben.

Vermeiden Sie unnötige Kosten für sich

In vielen Gesprächen höre ich immer wieder von Gläubigern, dass Sie sehr enttäuscht waren, wenn Sie den Gerichtsvollzieher mit dem Inkasso beauftragt haben. Letztlich legt der Schuldner nicht selten die Vermögensauskunft ab (früher war das noch ein toller Begriff: Offenbarungseid!) und der Inhaber der Forderung guckt in die Röhre. Die Arbeit, die Kosten, alles umsonst.

Lösung: Kostenfreie Forderungsprüfung

Das muss nicht sein! Zunächst überlegen Sie einmal, ob sich wirklich mit dem Thema der hartnäckigen Schuldner die knappe Zeit vertreiben wollen. Auch stellt sich die Frage, was Sie mit einem Vollstreckungstitel in der Zukunft machen. Viele Gläubiger ärgern sich über einen Titel, der ihnen offensichtlich nichts bringt und legen ihn in die Schublade. Oder die vollstreckbare Ausfertigung liegt wohl sortiert beim Rechtsanwalt. Natürlich entstehen immer wieder neue Kosten, wenn er für Sie in dieser Akte tätig wird.

Auch das können Sie vermeiden. Wir bieten Ihnen eine kostenfreie, telefonische Forderungsprüfung. Von uns können Sie eine klare Aussage erwarten, Sie erfahren:

  • Ist Ihr Forderungsanspruch belastbar und lässt sich damit auch durchsetzen?
  • Stehen die Kosten zur Beitreibung im Verhältnis zur Forderung?
  • Werden Sie selbst tätig oder überlassen es den Inkassoprofis?

Wenn Sie also gerade im Moment überlegen einen Mahnbescheid zu beantragen oder Ihren Titel in professionelle Hände zu geben, melden Sie sich einfach bei uns. Hier finden Sie Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.