Die richtige Wahl der Rechtsform!

Die Geschichte von Hugo Fröhlich Teil 3

 

Kapital- oder Personengesellschaft ?

Hugo hat jetzt den nötigen Rückhalt und überlegt wie er sein Unternehmen aufbauen möchte.

Der Plan ein Einzelunternehmen zu werden ist zu Beginn und in der Gründungsphase sehr angenehm, da kein hohes Eigenkapital für die Gründung benötigt wird. Auch hat er keine Buchführungs- und Bilanzierungspflicht, wie bei einer Kapitalgesellschaft. Als Einzelunternehmen haftet er mit seinem Privatvermögen und der Gewinn unterliegt der Einkommensteuer. Die Einkommensteuer ist höher als die Körperschaftssteuer, die bei anderen Rechtsformern zu leisten ist. Mit seinem Privatvermögen zu haften findet Hugo unangenehm. Unter anderem besitzt er mit seiner Freundin ein Sparkonto, welches beide jeden Monat füttern. Sollte wirklich die Situation eintreffen, dass Hugo mit seinem Privatvermögen haften muss, wäre dieses Konto nicht geschützt und die Anteile, die seine Freundin gespart hat, wären weg. Auch andere Wertpapiere, das eigene Konto und das Auto sind nicht geschützt. So würde nicht nur Er, sondern auch sein Umfeld die Konsequenzen tragen müssen. Hugo möchte deswegen lieber eine Rechtsform wählen bei der das Privatvermögen und das Vermögen des Unternehmens voneinander getrennt sind. Andere Personengesellschaften wie z. B. der eingetragene Kaufmann (e. K.). kommen für Ihn damit nicht in Frage.

Darum möchte er lieber eine Kapitalgesellschaft (KG) gründen. Bei einer Kapitalgesellschaft hat er erfahren, dass er auch alleine Gründer werden kann. Er überlegt sich, dass sein alter Arbeitgeber und andere Firmen in der Branche die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) als Rechtsform haben. Das Unternehmen bei dem Hugo angestellt war, war lukrativ und erfolgreich und schon knapp 17 Jahre auf dem Markt. ,,Also irgendetwas machen die schon richtig“ denkt sich Hugo. Daher überlegt er gar nicht lange und übernimmt einfach die Rechtsform von Unternehmen die er kennt und möchte auch eine GmbH gründen. Er möchte von Beginn an schon sehr seriös auftreten und findet es aus Kundensicht ansprechender bei einer GmbH Kunde zu sein. Die Gründungskosten für eine GmbH sind höher als bei anderen Rechtsformen. Das nötige Eigenkapital fehlt ihm auch. Wie Hugo erfährt braucht eine GmbH ein Eigenkapital in Höhe von 25.000,00€. So viel Geld hat er nicht. Gerade nicht zu Beginn des Start-ups.

Als Hugo sein Problem mit Freunden und Bekannten teilt, erfährt er von der UG (Unternehmergesellschaft). Die UG ist eine Rechtsform und wird umgangssprachlich auch ,,Mini GmbH“ genannt. Die UG bietet Ihm alle Vorteile die er auch bei einer GmbH hat. Er haftet nicht mit seinem Privatvermögen. Bei der UG hat er den Vorteil des niedrigeren Steuersatzes der Körperschaftssteuer. Auch ist es möglich, und vom Gesetzgeber so gewollt, dass die UG in eine GmbH umgewandelt wird. Hugo hat als UG eine Ansparpflicht bis die UG das Kapital für eine GmbH vorweisen. Für die Umfirmierung ist ein relativ hoher Arbeitsaufwand nötig. Hugos Freund Siggi Super hat ihm auch aus Erfahrung erzählt, dass durch die Bezeichnung ,,UG“ Geschäftspartner und Kreditgeber über das geringe Eigenkapital wüssten. Banken und andere Gläubiger bestehen daher meist auf selbstschuldnerischen Bürgschaften, wenn Sie Kredite vergeben. Damit wird die Haftungsbeschränkung in der Regel wieder aufgehoben. Für Ihn ist es aber in Ordnung. Er ist dank Siggi’s Tipp hoch motiviert und hat sich nun ein weiteres Ziel gesetzt. Schnell von einer UG zu einer GmbH zu wachsen! Alle Informationen wurden von Hugo in eine Tabelle eingetragen.

Tabelle Rechtsformen